"Roquefort" Griff Ginster

Das ROQUEFORT gehört zur gleichen Messerfamilie wie das YSSINGEAUX, beide erfreuen sich in der Region großer Beliebtheit. Manche nennen es auch LAGUIOLE-DROIT. Diese Messerfamilie entsteht im Massif-Central um das Jahr 1800 und besitzt eine salbeiblattförmige Klinge mit nach vorne gerichteter Spitze, eine sogenannte "lame bourbonnaise", sowie einen geraden Griff, der in einer charakteristischen Form endet, die man "bec de corbin" (Rabenschnabel) nennt. Es ist ein kräftiges Messer mit zwei Metallbacken an den Griffenden, sogenannten "Mitres", die ihm größtmögliche Stabilität verleihen, denn ursprünglich war das ROQUEFORT ein Messer der Schäfer, die ihre Herden durch die Causses trieben, wilde, karstige Hochebenen im Süden Frankreichs mit kargen Böden, auf denen die Herden umso würzigere Kräuter finden, sodass aus der Milch, die in den Felsspalten und Höhlen reift, ein Blauschimmel-Käse mit unverwechselbarem Charakter entstehen kann.
Menschen meiden die Causses, denn kaum ein Baum spendet Schatten in der Sommerhitze und im Winter wird es bitter kalt. So waren die Schäfer seit jeher auf sich alleine gestellt und bis vor nicht allzu langer Zeit auch in ständiger Angst vor Wölfen, die ihre Herden bedrohten. Ihr Messer musste deshalb ein "compagnon fidèl" sein, ein zuverlässiger und kräftiger Kumpel, denn im Zweifelsfall bildete es die letzte Verteidigungslinie für den Schäfer und seine Herde.

ROQUEFORT 12cm, Griff Ginster, Ressort handguillochiert, Klinge 12C27 (Die Größenangabe bezieht sich auf ein Messer im geschlossenen Zustand)

Passendes Leder-Einstecketui: No.C
  • Art.-Nr.: 54ARTROQ12122
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